Vergleich
KI-Proctoring oder Live-Proctoring durch Menschen: Was sollten Sie einsetzen?
KI-Proctoring kostet weniger, deckt mehr Teilnehmende gleichzeitig ab und bewertet jede aufgezeichnete Session grün, gelb oder rot – das Ergebnis liegt allerdings erst bis zu drei Stunden nach der Prüfung vor, und Sie sichten die markierten Sessions selbst. Live-Proctoring durch Menschen liefert Ihnen ein sofortiges Ergebnis und eine Person, die während der laufenden Prüfung reagieren kann.
Worin sich beide tatsächlich unterscheiden
KI-Proctoring bei PRUEFSTER ist eine Auswertung der Aufzeichnung, keine Live-Überwachung. Während der Prüfung werden die Webcam und – sofern aktiviert – der freigegebene Bildschirm aufgezeichnet. Nach der Prüfung durchlaufen von PRUEFSTER gehostete Erkennungsmodelle die Aufzeichnung und markieren drei Arten von Vorfällen: das Verlassen des Raums durch die teilnehmende Person, eine weitere Person im Webcam-Bild sowie die Nutzung eines Chatbots wie ChatGPT in der Bildschirmfreigabe. Während der laufenden Session wird nichts markiert – die Markierungen entstehen erst bei der Auswertung, die bis zu drei Stunden nach der Prüfung in Anspruch nehmen kann. Auf Basis dieser Erkennungen wird jede Session grün, gelb oder rot bewertet.
Live-Proctoring durch Menschen bedeutet, dass eine Aufsichtsperson – Ihre eigene oder eine von PRUEFSTER – die Prüfung in Echtzeit beobachtet. Sie kann reagieren, solange die teilnehmende Person noch in der Session ist, und mit dem Ende der Prüfung liegt das Ergebnis vor. Genau diese Unmittelbarkeit bezahlen Sie: Eine Live-Aufsicht kostet pro Session mehr als die KI-Auswertung, und die Zahl der gleichzeitig möglichen Teilnehmenden ist durch die verfügbaren Aufsichtspersonen begrenzt.
Am leichtesten unterschätzt wird der Unterschied, wer die Arbeit im Anschluss übernimmt. Beim KI-Proctoring sichtet der Prüfungsanbieter die markierten Sessions – die Ampelbewertung zeigt Ihnen, welche Sie sich ansehen sollten. Das ist deutlich weniger Aufwand, als jede Aufzeichnung selbst durchzusehen, bleibt aber Arbeit, die nach der Prüfung anfällt. Beim Live-Proctoring werden Vorfälle bereits während der Prüfung geklärt, sodass danach kaum noch etwas zu sichten ist. Wenn Sie sofortige Ergebnisse und die Möglichkeit zum Eingreifen benötigen, entscheiden Sie sich für Live-Proctoring. Bei hohem Volumen, wenn Sie bis zu drei Stunden warten können und bereit sind, die markierten Sessions selbst zu sichten, ist KI-Proctoring die günstigere Option.
Gegenüberstellung
| KI-Proctoring | Live-Proctoring durch Menschen | |
|---|---|---|
| Kosten pro Session | Niedriger | Höher |
| Gleichzeitige Teilnehmende | Mehr | Weniger |
| Wann das Ergebnis vorliegt | Bis zu 3 Stunden nach der Prüfung | Sofort, während der Prüfung |
| Eingreifen während der Prüfung | Nicht möglich – Markierungen entstehen erst bei der Auswertung im Anschluss | Aufsichtsperson kann unmittelbar reagieren |
| Aufwand nach der Prüfung | Sie sichten die markierten Sessions – weniger Aufwand als bei rein menschlicher Nachkontrolle, mehr als beim Live-Proctoring | Minimal – Vorfälle werden live geklärt |
| Wo die Analyse stattfindet | Von PRUEFSTER gehostete Erkennungsmodelle | Aufsichtspersonen von PRUEFSTER oder Ihre eigenen Mitarbeitenden |